Bringt den Kreislauf in Schwung
Für kreislauffähige Produktentwicklung fehlt es manchmal an der nötigen Expertise, aber auch am Willen. Hier setzt das EU-Projekt CURIOST an. Mittelständische Unternehmen in vier Schlüsselsektoren sollen bei der nachhaltigen Produktentwicklung unterstützt werden. Dazu zählt auch die Kunststoffindustrie.
Kreislaufwirtschaft spielt eine entscheidende Rolle für eine innovative und nachhaltige Produktentwicklung. Davon sind die CURIOST-Projektpartner überzeugt. Sie wollen KMU sowie kleinere Großunternehmen in Mitteleuropa in die Lage versetzen, ihr Potenzial in der nachhaltigen Produktentwicklung voll auszuschöpfen und die Vorteile entsprechender Geschäftsmodelle zu nutzen.
„CURIOST vereint Partner aus Österreich, Deutschland, Slowakei, Polen, Ungarn, Italien und Kroatien. Dieses breite Netzwerk ermöglicht einen intensiven Austausch von Know-how und Best Practices zwischen Regionen, die vor unterschiedlichen wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen stehen“, unterstreicht Juliane Rieger.
Sie ist Projektmanagerin im Mechatronik- Cluster, der wie der Kunststoff-Cluster an CURIOST beteiligt ist.
Das Projekt konzentriert sich auf vier Industriesektoren, die als Schlüsselbereiche beim Umsetzen zirkulärer Prinzipien gelten:
Von Februar bis April 2026 finden Prototyping-Workshop statt. Dabei unterstützen Expertinnen und Experten fünf ausgewählte Unternehmen pro Partnerland. Zum Einsatz kommen unter anderem das Circular Business Model Canvas, Design Thinking oder LEGO® Serious Play®. Die Ergebnisse fließen in die Ausarbeitung eines Minimum Viable Products (MVP) für zirkuläre Geschäftsmodelle ein.
Bei einem der Prototyping-Beispiele wird in der Entwicklung einer Multilayer-Folie die Wahl der Barriereschicht nicht nur anhand technischer Spezifikationen, sondern auch nach der Rezyklierbarkeit und Weiterverwendbarkeit des Regranulats beurteilt. Bei einem zweiten soll eine Extrusionsanlage mithilfe künstlicher Intelligenz höhere Qualitätsstabilität erzielen und gleichzeitig Energie- und Materialverbrauch nachhaltig verbessern.
„Im Projekt entwickeln wir einen Aktionsplan zur Stärkung zirkulärer Wirtschaftssysteme. Außerdem machen wir mit einer Kommunikationskampagne die wirtschaftlichen Chancen zirkulärer Produkte und Dienstleistungen sichtbar. Best-Practice-Beispiele und Projektergebnisse werden auf der Abschlusskonferenz in Turin im November 2026 präsentiert“, berichtet Juliane Rieger.
Elf Organisationen aus AT, DE, HR, HU, IT, PL und SK
Business Upper Austria
Interreg Central Europe
06/2024-11/2026