Den Hürdenlauf meistern
„Plan-C“ treibt die Transformation der Kunststoff- und Maschinenindustrie in Richtung Kreislaufwirtschaft voran. Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Clusterorganisationen und Ministerien aus neun Ländern haben Sprungbretter erarbeitet, mit denen sie Hürden auf dem Weg zur Zirkularität überwinden können.
Der Tenor bei den Workshops war eindeutig: Zirkularität entsteht nicht an einem einzigen Punkt, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Länderübergreifende Teams aus Österreich, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Moldau, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn haben die wichtigsten Lebenszyklusphasen von Kunststoffprodukten und Produktionsmaschinen analysiert. Mit der Methode „Hurdles and Lifts“ sind nicht nur die Hürden auf dem Weg zur Zirkularität sichtbar geworden, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben auch Sprungbretter – gemeint sind „Lifts“ – entwickelt, um die „Hurdles“ zu überwinden.
„Kunststoffverarbeiter sehen sich mit hohen Rezyklatkosten, Designschwächen, inkonsistenter Materialqualität sowie unzureichender Sammel und Sortierinfrastruktur konfrontiert. Parallel dazu kämpfen Maschinenhersteller mit fehlender Modularität, geringer Energieeffizienz, erschwerter Reparierbarkeit, begrenzter Ersatzteilverfügbarkeit und hohem Qualifikationsbedarf“, berichtet Hannes Mitter, Projektmanager im Kunststoff-Cluster.
Was es hier beispielsweise bräuchte, zählt Mitter auf:
„Retrofit Maßnahmen, Predictive Maintenan-ce Systeme, modulare Designs und digitale Identifikationslösungen.“
Die Ergebnisse der Workshops fließen in den länderübergreifenden Action Plan. Dieser berücksichtigt die regionalen Unterschiede vom Donauursprung bis zum Schwarzen Meer, ohne dabei die gemeinsamen Ziele aus den Augen zu verlieren.
14 Partner aus AT, BIH, CZ, DE, HU, MD, RO, RS, SK
Projektleitung
Business Upper Austria
Laufzeit
01/2024-06/2026
Plan-C ist ein von der EU gefördertes Projekt im Rahmen des Interreg-Donauraumprogramms.