25.02.2026

Kreislaufwirtschaft braucht Zusammenarbeit

Wie gelingt der Wandel zu einer echten Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffbranche? Antworten darauf lieferte die KC-Fachtagung Kreislaufwirtschaft am 12. Februar in Linz. Wichtigste Erkenntnis: Es geht nur gemeinsam. 

Gruppenfoto mit den Vortragenden der KC-Fachtagung Kreislaufwirtschaft
Die vielen Vortragenden machten deutlich: Kreislaufwirtschaft braucht Innovation und Zusammenarbeit © Business Upper Austria

Zu Beginn skizzierte Jörg Fischer (JKU Linz) die Brücke zwischen zwei Schlüsselprojekten: „circPLAST-mr“ erforscht das mechanische Recycling von Kunststoffen zu hochwertigen Rezyklaten. „greenPLAST-food“ arbeitet an einer grünen Recyclingfabrik für Lebensmittelkontaktmaterialien aus PP und PE. Beide Projekte verdeutlichen, wie Österreich seine Technologieführerschaft in der Kreislaufwirtschaft durch KI-gestützte Sortiertechnik und kluges Prozessdesign ausbauen will.

Einblicke in Detailarbeit

Der Vormittag rückte technologische Fortschritte ins Licht: ARA und die Montanuniversität Leoben präsentierten Ansätze zum Verfeinern der Sammel- und Sortierprozesse. Einblicke in die Detailarbeit beim Aufbereiten von Rezyklaten lieferten die Beiträge von AEE Intec zu innovativen Waschverfahren sowie EREMA zu Qualitätstrends. Umut Cakmak (JKU Linz) hob in seiner Keynote hervor, dass zirkuläres Denken bereits bei der Produktgestaltung beginnen muss.

Praktische Inputs aus der Industrie

ALPLA zeigte, wie der Umstieg auf rHDPE-Verpackungen gelingen kann. Borealis betonte die Relevanz von Digitalisierung und Nachverfolgbarkeit. Moldsonics demonstrierte Lösungen zur Prozessüberwachung und NGR berichtete, wie integrierte Recyclingprozesse die Effizienz erhöhen.

Rundes Programm mit vielen Ideen

„Die Vortragenden lieferte viele Ideen, wie wir die Zukunft nachhaltiger gestalten können, ohne die Ökonomie aus dem Blick zu verlieren“, resümiert Veronika Miron vom Kunststoff-Cluster und ergänzt: „Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Transformation der Branche nur durch den engen Schulterschluss zwischen Forschung, Technologieanbietern und Anwendern entlang der gesamten Wertschöpfungskette gelingen kann.“

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