22.05.2026

Lebensmittel im Kreislauf: CIREVALC-Marktplatz für Reststoffe

Lebensmittelverschwendung zählt zu den größten Herausforderungen entlang der europäischen Wertschöpfungskette. Das EU-Projekt CIREVALC will zirkuläre Wirtschaftsmodelle in der Lebensmittel-, Catering- und Verpackungsbranche stärker in der Praxis verankern und regionale Akteur:innen miteinander vernetzen. Der neue digitale Marktplatz ist das zentrale Element dafür. 

Kühlschränke in einem Supermarkt, gefüllt mit verpackten Lebensmitteln
CIREVALC-Marktplatz für Reststoffe © pixabay/27707

Die Plattform bringt Unternehmen, Produzenten, Verarbeiter, Gastronomiebetriebe sowie Initiativen zusammen, die überschüssige Ressourcen, Nebenprodukte oder innovative Upcycling-Lösungen sichtbar machen und nutzen möchten. Damit entsteht ein digitales Ökosystem für neue Kooperationen entlang regionaler Kreisläufe. Der Marktplatz verfolgt dabei einen klaren Ansatz: Was bislang als Reststoff oder Abfall galt, wird jetzt als wertvolle Ressource betrachtet. Da die digitale Plattform Angebot und Nachfrage verknüpft, entsteht neue Wertschöpfung: Lebensmittelüberschüsse, Produktionsnebenströme oder Verpackungslösungen werden weiterverwendet und in neue Produkte oder Geschäftsmodelle integriert.  

Ressourceneffizienz

„So unterstützt der digitale Marktplatz Unternehmen dabei, Ressourcen effizienter einzusetzen und gleichzeitig ökologische sowie wirtschaftliche Potenziale zu erschließen“, sagt Katharina Rottinger, Projektmanagerin im Lebensmittel-Cluster (LC) der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria. 

Der LC ist CIREVALC-Projektpartner und hat sein Know-how beim Entwickeln des Marktplatzes eingebracht.

Zusammenarbeit für Kreislaufwirtschaft

Neben der technischen Plattform setzt CIREVALC stark auf Community Building und Wissenstransfer. In mehreren europäischen Regionen laufen Pilotprojekte. Die Projektpartner machen Good Practices sichtbar und begleiten lokale Akteur:innen durch den sogenannten „Circular Community Accelerator“. Das erklärte Ziel: Kompetenzen aufbauen, Kooperationen fördern und die Umsetzung zirkulärer Lösungen langfristig beschleunigen. Der digitale Marktplatz wird damit selbst zur Best Practice: Europäische Zusammenarbeit, Digitalisierung sowie Kreislaufwirtschaft wirken zusammen und reduzieren so Lebensmittelverschwendung. Gleichzeitig wird regionale Wertschöpfung nachhaltiger.

Mitmachen und mitgestalten

Der CIREVALC-Marktplatz lebt von aktiver Beteiligung: Bereits heute nutzen EU-weit Unternehmen, Organisationen und Initiativen entlang der Lebensmittelwertschöpfung die Plattform, um sich zu vernetzen. Rottinger appelliert: 

„Je mehr Akteur:innen ihre Angebote, Ressourcen und Ideen einbringen, desto größer wird das Potenzial für neue Kooperationen, innovative Upcycling-Lösungen und nachhaltige Geschäftsmodelle. Wir laden daher Unternehmen, Produzenten und Interessierte ein, Teil der Community zu werden, den digitalen Marktplatz aktiv zu nutzen und mitzugestalten.“

Anmelden und Partner finden

Das Projekt endet im Juni 2026, der Marktplatz wird zumindest noch sieben Jahre lang bestehen und gewartet. Beim CIREVALC Marketplace anmelden und potenzielle Handelspartner gleich direkt kontaktieren funktioniert ganz einfach auf der Website:

CIREVALC Marketplace

Kontaktpersonen:

Katharina Rottinger, Projektmanagerin Lebensmittel-Cluster, Business Upper Austria
Katharina Rottinger