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Success Stories

Handlungsfeld Digitale Transformation

Kein Stopp von Produktion und Entwicklung – Erfolgreiche Umsetzung von Homeoffice bei Fischer Sports

Arbeiterkammer Oberösterreich

Bei Fischer Sports, einem der weltgrößten Skihersteller mit Sitz im Innviertel, wurde Homeoffice stark ausgebaut. Die Beschäftigten profitieren hier besonders: Manche wohnen in Deutschland und sind von Grenzkontrollen betroffen, andere sind schon älter und gehören damit zur Risikogruppe. Ihnen allen hilft es, während der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen im Homeoffice für die Firma weiterarbeiten zu können. Besonders problematisch waren bei Fischer Sports die Dienstreisen, etwa zu einem Werk in der Ukraine. Durch die Einbindung von Augmented-Reality-Brillen können nun Arbeiten, etwa an Prototypen, ohne beschwerliche Reisen angeleitet werden. Begleitet wird das Projekt vom Betriebsrat, der schon an der Entwicklung mitgewirkt hat. Ein Mitarbeiter berichtet: „Ich habe eine neurologische Krankheit, darum ist es mir nur bedingt möglich, in die Firma zu fahren. Mit der Homeoffice-Möglichkeit kann ich meine Arbeit als IT-Administrator fast vollständig von zuhause aus ausüben. Ich habe VPN-Zugriff auf die weltweite IT-Infrastruktur von Fischer Sports. Dank Webcam und Headset kann ich an jeder Besprechung teilnehmen.“

Social Media ersetzt Print

Wirtschaftskammer Oberösterreich

QuarttoLino e.U. ist ein kleines Unternehmen aus Traun, das unter der Marke QuarttoLino Multifunktions-Kinderhochstühle aus Holz herstellt – und dies zu 100 % in Österreich. Nach der fertigen Entwicklung Anfang 2020 und der ankommenden Krise war eine herkömmliche Vermarktung und Präsentation der Produkte fast unmöglich. Zur Lösung dieses Problems wurde ein eigens entwickelter Online-Shop mit Online-Bezahlmöglichkeit geschaffen. Das gesamte modulare Produktportfolio wird kundengerecht im Bestellprozess dargestellt und die komplette Verkaufsabwicklung über den Shop erledigt. Durch den Webshop konnten die Bestell- und Abwicklungsvorgänge um ein Drittel reduziert und durch zielgerichtete Online-Marketingmaßnahmen die Umsätze deutlich erhöht werden. In einzelnen Märkten wurde der Umsatz sogar verdreifacht!  „Ohne die Unterstützung aus dem Förderprogramm DIGITALSTARTER UPGARDE hätten wir als junges Unternehmen das Projekt in dieser Form nicht umsetzen können“, betont Geschäftsführerin Danijela Lekic-Ninic.

Handlungsfeld effiziente und nachhaltige Industrie und Produktion

Ein Leitfaden – basierend auf den Erkenntnissen aus dem Projekt CIRCUMAT – klärt auf und unterstützt Unternehmen beim Entwickeln von Anwendungen aus Kunststoffrezyklaten

Business Upper Austria

Im Projekt „CIRCUMAT“ haben Leitbetriebe und Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette verschiedene Anwendungen aus Post-Consumer-Rezyklaten entwickelt. Als Resultat daraus entstand ein Leitfaden, der der gesamten Kunststoffbranche nützen soll. „In einem 20-seitigen Nachschlagewerk klären wir auf, wo und wann der Einsatz von Rezyklaten sinnvoll ist und wo eher nicht. Und das sehr praxisnah. Anhand realisierter Beispiele wird gezeigt, wie vor allem Polyolefin-Rezyklate wieder in qualitativ hochwertigen Anwendungen eingesetzt werden“, erklärt Dr. Christoph Burgstaller, Geschäftsführer des TCKT, der den Leitfaden verfasst hat.

Naturgesetze für biobasierte Sensorik

Upper Austrian Research

Im Forschungsprojekt i³ Sense – Intelligent, integrated and impregnated cellulose-based sensors for reliable bio-based structures unter der Leitung des Kompetenzzentrums Holz - Wood K plus setzt das Projektteam auf Naturgesetze für integrierte Intelligenz. Dafür werden unter anderem die piezoelektrischen Eigenschaften von Holz und anderen biobasierten Werkstoffen untersucht. Bestimmte Materialien erzeugen bei mechanischer Belastung eine elektrische Ladung. Solche Effekte könnten künftig zur Crash-Erkennung in Fahrzeugen genutzt werden, ohne dafür extra Sensorik verbauen zu müssen. Das aus der Förderschiene COMET Module geförderte Projekt hat 2021 den Zuschlag erhalten und startet 2022.

Handlungsfeld Systeme und Technologien für den Menschen

Innovation durch grenzüberschreitendes Know-how

FH OÖ Campus Wels & Linz

Durch die Entwicklung von maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz ist es möglich, die Bildbearbeitung in den Bereichen der Mikroskopie oder zerstörungsfreien Prüfung zu automatisieren, z.B. für die Segmentierung von Bildmerkmalen. Verglichen mit einer manuellen Bearbeitung kann so Zeit gespart und in vielen Fällen können bessere Resultate erreicht werden.

Zwei Forschungsprojekte im Bereich Computertomographie und Mechanobiologie von tschechischen und österreichischen Forscher:innen gehen dem aktuellen von EU und Land OÖ geförderten INTERREG Projekt ImageHeadstart bereits voraus. Das eingespielte Konsortium will nun das generierte Wissen bündeln, um Klein- und Mittelunternehmen in der tschechisch-österreichischen Grenzregion in ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. An der FH OÖ beteiligen sich der Campus Wels unter der Leitung von Sascha Senck, PhD mit Fachwissen zur Computertomographie und der Campus Linz zur Mikroskopie und Lithographie unter der Leitung von FH-Prof. DI Dr. Jaroslaw Jacak.

Die Weitergabe der Expertise, physische Gegenstände oder biologische Proben in sehr hoher Auflösung und Bildqualität darzustellen und die charakteristischen Merkmale automatisiert auszuwerten, stellt für Firmen einen Mehrwert dar und eröffnet neue Anwendungsfelder. Dieser Einblick in die aktuellen Möglichkeiten der Forschung wird im Projekt in Form von bilateralen Treffen, Workshops, Konferenzbesuchen, Broschüren, Newslettern und Informationsveranstaltungen für Unternehmen der österreichisch-tschechischen Grenzregion angeboten.

Krankenhausaufenthalte von Patienten verkürzen

Upper Austrian Research

Die Alterung der Bevölkerung ist eine der größten Herausforderungen, mit denen unsere Welt heute konfrontiert ist, und wirft die Frage nach der zukünftigen Finanzierung des sozialen Gesundheitssystems auf. Die Unterstützung von Patien:innen, die sich von einem medizinischen Eingriff erholen, durch eine Remote-Patientenüberwachung kann die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus (oder den Krankenhausaufenthalt) verkürzen und weitere Komplikationen während der Genesungszeit vermeiden.

Mit dem Projekt TEX-hype forschen Silicon Austria Labs und neun Partner an einer vielseitigen Technologie, die es ermöglicht, Elektronik so in textile Produkte zu integrieren, dass ihre typische flexible/elastische Beschaffenheit erhalten bleibt. Das 2021 gestartete dreijährige Projekt wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert und von der PROFACTOR GmbH geleitet.

Handlungsfeld vernetzte und effiziente Mobilität

Produktionsoptimierung von Leichtbauteilen für Flug- und Raumfahrt

FH Oberösterreich

Dem Röntgenblick der Welser CT-Forschungsgruppe der FH OÖ werden Fehler und Werkstoffstrukturen im Inneren von Bauteilen sichtbar gemacht und damit neue Erkenntnisse zur Reduktion von Ausschuss gewonnen.

Röntgen-Computertomographie (CT) macht es möglich, den inneren Aufbau von Werkstoffen und Bauteilen aus jedem Winkel zu durchleuchten und zu visualisieren. Dabei können verschiedenste Materialien charakterisiert oder das Verhalten auf mechanische Belastbarkeit geprüft werden. Im FFG-geförderten Projekt BeyondInspection forscht die CT-Forschungsgruppe zusammen mit Partnern aus der Flug- und Raumfahrtindustrie. Gearbeitet wird mit multimodaler Datenvisualisierung und multiskalaren Methoden. Erstere ergänzt CT um weitere zerstörungsfreie Prüfmethoden wie Ultraschall und aktive Thermografie. Die Kombination hat den Vorteil, dass Indikationen mittels Thermografie schnell erkennbar sind und diese dann mit der langsameren, aber detailreichen CT gut sichtbar werden. Forscher:innen arbeiten derzeit außerdem an Möglichkeiten, um Bauteile mit virtueller Realität untersuchen zu können. Fertigungs- und Schädigungsmerkmale von Leichtbauteilen aus Flug- und Raumfahrt oder Fehler in Verbindungen mit anderen Materialien können mit zerstörungsfreien Prüfmethoden frühzeitig erkannt werden. „Auf diese Weise können Bauteile schon zu Beginn der Produktion optimiert und der Prozess entsprechend angepasst werden. Funktionierende Bauteile gewähren Sicherheit und zugleich wird nicht ins Leere produziert“, erklärt Projektmitarbeiter Markus Höglinger.